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Hinter der Kurzbezeichnung Jade-Weser-Port verbirgt sich der Neubau eines Containerterminals am Jadefahrwasser bei Wilhelmshaven, der von den Ländern Bremen und Niedersachsen geplant und zur Zeit gebaut wird.
Im Jahr 2001 wurde die JadeWeserPort Entwicklungsgesellschaft (Anteile: Land Niedersachsen 50,1 %, Land Bremen 49,9 %) gegründet. Sie ist zuständig für die Projektverwirklichung. Für das Planfeststellungsverfahren sowie die komplette bautechnische Ausführung und Überwachung wurde im April 2006 die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft gegründet.
Die Daten des zukünftigen Container-Terminals:
- 4 Liegeplätze für Schiffe mit bis zu 430 m Länge und bis 16,5 m Tiefgang
- 16 Containerbrücken
- 68 Van Carrier
- 8 Großstapler
- 5 Verladebrücken für die Bahn
- Gesamtkapazität: ca. 2,7 Mio. TEU (TEU: twenty-foot equivalent unit = 20-ft-Container)
- Kailänge: 1.725 m
- Terminaltiefe: 650 m
Als einziger deutscher Tiefwasserhafen wird der JadeWeserPort tideunabhängig auch die größten weltweit in Planung befindlichen Containerschiffe voll beladen abfertigen können.
Der Zuschlag für den Bau dieses Hafens der Superlative ging am 26. September 2007 an die Bietergemeinschaft der Firmen Johann Bunte GmbH & Co.KG (technische Geschäftsführung), Josef Möbius Bau-AG (kaufmännische Geschäftsführung), Heinrich Hecker GmbH & Co. KG sowie Ludwig Voss GmbH & Co. KG.
In 2008 ist mit Baumaßnahmen begonnen worden. Bis März 2009, also ein Jahr nach Baufreigabe, wurden ca. 17,6 Mio m³ Sand aufgespült, was etwa 40 Prozent der erforderlichen Sandmenge entspricht. Außerdem ist ein großer Teil der unterschiedlichen Trag- und Füllbohlen der insgesamt 50.000 t Stahl für die Spundwand bereits angeliefert und gerammt worden.
Für die Bahn- und Straßenanbindung sind neue Brückenbauwerke sowie die neuen Trassen errichtet worden.
Es ist beabsichtigt, spätestens bis Oktober 2011 die ersten 1000 von insgesamt 1700 m Pierlänge fertig zu stellen, um den Hafen zu diesem Zeitpunkt in Betrieb zu nehmen
Das gesamte Investitionsvolumen beträgt etwa 950 Mio. €, von denen ca. 600 Mio. € auf Hafenfläche und Basisinfrastruktur und 350 Mio. € auf die Suprastruktur entfallen werden. |