EADS Airbus-Werkserweiterung in Hamburg-Finkenwerder




Das Jahrhundertprojekt: Deutsche Airbus Flächenerweiterung in Hamburg-Finkenwerder

Mit dem Projekt "Flächenerweiterung für das Flugzeugwerk Deutsche Airbus in Hamburg-Finkenwerder" hat die Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft den größten und anspruchsvollsten Auftrag ihrer Firmengeschichte gewonnen. Denn nie zuvor wurde eine 160 Hektar große Süßwasserwattfläche in ein Gewerbeareal verwandelt. Bauherr ist die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Realisierungsgesellschaft Finkenwerder mbH. Die Baumaßnahme, die von einer Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft realisiert wird, besteht aus zwei Losen:

Los 1: Polderumschließung

Los 2: Flächenaufhöhung


Deutsche Airbus - Erweiterungsgelände in Südrichtung 31.08.2000

Los 1: Umschließung einer unter Tideeinfluß stehenden, etwa 160 Hektar großen Fläche mit besonderen Bodenbedingungen, die von Weichschichten aus Schlick, Torf und Klei bestimmt werden. Diese sind bis zu zwölf Meter stark.

Zudem gilt es, eine rückverankerte Stahlspundwand als Hochwasserschutz- und Kaianlage herzustellen. Technisch besonders anspruchsvoll ist das Aufsetzen eines Hochwasserschutzdeiches auf die hergestellte Gründung, die aus geotextilummantelten Säulen nach dem patentierten System Möbius (GEC) besteht. Bestandteil der Ausschreibung im Los 1 sind daneben der Rück- und Neubau von Deckwerken, das Aufspülen eines Damms, der Bau von Böschungen sowie der Bau eines Außendeichweges.


Umschlossene Erweiterungsfläche in Blickrichtung Osten 11.11.2001

Los 2: Ausführung von Nassbagger- und Erdarbeiten zur Gewinnung, zum Transport und Einbau des in der umschlossenen Polderfläche (Los1) einzubauenden Sandes. Die Aufhöhung der Polderfläche erfolgt in zwei Phasen. Verrieseln in vorgegebenen, unterschiedlichen Schichtdicken bis 3,40 Meter über Normalnull (NN) und Aufspülen der Polderfläche bis mindestens NN + 6,00 Meter. Etwa 8 Mio. Kubikmetern Sandgewinnung durch Abbau und Transport des Sandes von der Abbaustelle Außenjade bis zum Einbauort. Weiterer Abbau von ca. 2,7 Mio. Kubikmetern Sand auf der Elbinsel Hahnöfersand und Transport durch eine zehn Kilometer lange Spülrohrleitung zum Einbauort Mühlenberger Loch.

Zwei Bedingungen des Auftraggebers fordern die Arbeitsgemeinschaft zu besonderen Leistungen heraus: Zum einen die Einhaltung der zulässigen Lärmimmissionen, zum anderen das zeitliche Limit zum Polderschluss und zur Flächenaufhöhung. Beide Forderungen sind nur mit großem technischen Aufwand und einer durchdachten Logistik zu lösen. Die zeitliche Verwirklichung der Ausführung erfordert darüber hinaus ein großes Maschinenpotential.


Erweiterungsfläche in Blickrichtung Osten 20.11.2002

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